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Wasserstrahlschneiden


Das Wasserstrahlschneiden ist ein hochpräzises und vielseitiges Trennverfahren, das sich durch seine außergewöhnliche Materialflexibilität auszeichnet. Nahezu alle Werkstoffe – von Metall über Kunststoff bis hin zu Glas, Stein oder Verbundmaterialien – können zuverlässig bearbeitet werden. Da der Schneidprozess rein mechanisch und ohne thermische Einwirkung erfolgt, bleibt das Materialgefüge vollständig erhalten. Es kommt weder zu einer Aufhärtung der Schnittkanten noch zu Gefügeveränderungen. Zudem entsteht kein Teileverzug durch Hitzeeinfluss, wodurch selbst empfindliche oder filigrane Bauteile maßgenau und spannungsfrei gefertigt werden können. Dadurch bietet das Wasserstrahlschneiden eine materialschonende und qualitativ hochwertige Lösung für anspruchsvolle Anwendungen.

So funktioniert Wasserstrahlen

Hinter dem Geheimnis des Wasserstrahlschneidens stecken vor allem zwei Aspekte. Es wird durch die Wasserstrahlschneideanlage ein hoher Wasserdruck von rund 4.000 bar möglich, der einen feinen Wasserstrahl erzeugt. Diesem Wasserstrahl fügt man dann einen sogenannten Abrasiv Sand bei.

Dieser scharfkantige Granatsand steigert die Schärfe des Wassers so, dass auch harte und dicke Materialien problemlos geschnitten werden können. Gewisse Materialien lassen sich übrigens auch ohne Abrasiv Sand schneiden.

Daneben kommen am Schneidkopf unterschiedliche Düsen zum Einsatz. Die Wahl der Düse wird ebenso wie der Abrasiv Sand auf das Material und auf die gewünschte Schnittgüte ausgerichtet. So ergibt sich ein optimierter Schneideprozess, dessen Ergebnis für Begeisterung sorgt. 

Das Ergebnis ist erstaunlich: Die Wasserstrahltechnik lässt dank dieser Kombination von Wasserdruck und Abrasiv Sand sogar gehärtete Werkzeugstähle präzise schneiden.

Teile im Nutzen belassen

Unter dem Begriff "Teile im Nutzen belassen" versteht man, dass die fertigen Teile in der Ausgangsplatte belassen werden. Hierbei werden diese mittels eines Zapfen an die Ausgangsplatte angehängt. Dies wir grundsätzlich bei kleineren Teilen (meist bei einer Dimension von unter 100mm) durchgeführt.

Oberflächengüten - Qualitätsstufen

Mit dem Wasserstrahlschneiden können verschiedene Oberflächengüten und Schnittgüten an der Schnittseite und der Schleppseite realisiert werden. 

 1) Schnittseite 2) Schleppseite

Beim Wasserstrahlschneiden werden die Schnittqualitäten in fünf Qualitätsstufen eingeteilt. Die niedrigste Stufe ist der Trennschnitt (Qualität 1), bei dem das Material lediglich getrennt wird und die Schnittkante noch relativ rau ist. Die Qualitätsschnitte (Qualität 2 und 3) bieten bereits eine deutlich bessere Oberflächenqualität und werden häufig für technische Bauteile verwendet, bei denen eine saubere Schnittkante erforderlich ist. Die höchste Stufe stellt der Feinstschnitt (Qualität 5) dar. Hier entstehen besonders glatte und präzise Schnittflächen mit sehr geringer Riefenbildung, sodass in vielen Fällen keine Nachbearbeitung mehr notwendig ist. Diese Einteilung ermöglicht es, die Schnittqualität je nach Anforderungen an Präzision und Oberflächengüte gezielt auszuwählen.
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Qualitätsstufe 5

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Qualitätsstufe 4

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Qualitätsstufe 3

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Qualitätsstufe 2

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Qualitätsstufe 1

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Schreiber Florian
Schreiber Florian
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